samedi 8 mars 2014

144. 11Z. 1° avril 1942 Rapport sur une conversation avec Pierre Pucheu

Archives des Cinquante Otages de Nantes (1941)
1° avril 1942
Rapport sur une conversation avec Pierre Pucheu


Classement







Je transcris ci-dessous un document des Archives municipales de Nantes.
Référence :
Cote 11 Z : documents des Archives militaires allemandes
Fonds RW 35 1


Les documents sont foliotés (numéro en gras en haut à droite)
Les astérisques renvoient à des notes (sous la transcription)


TRANSCRIPTION
Dactylographie

« 
                                                                          1.4.42             46

                                      Persönlich

 
(mention manuscrite)?????????
Privatgespräch  mit Pucheu am 1.4.42 vorm.

   
Pucheu habe dem Marschall, der wegen der Abfuhr für
Riom, der Fortsetzung der Geiselpolitik und der Verla-
gerung der Exekutive sehr erragt sei und eine „
violente
Politik der Reiches befürchte, seine Auffassung und
seine Voraussetzungen für ein Verbleiben im Amt vorge-
tragen.

Bisher habe er mit der SS persönlich wenig Kontakt
gehabt, da diese sich auf ihre Spezialaufgaben beschränk?(-t)
habe, wobei er nicht wisse, wieweit sie mit inner-
politischen Kräftegruppen wie Doriot u.a. zusammenarbeit??(-e)
Er werde nunmehr mit dem neuen Führer der SS und,
wenn möglich, auch mit einer Persönlichkeit der Gesamt-
führung der SS die Lage genauso grundsätzlich und frei-
mütig klären, wie er dies bei seiner Ernennung zum
Innenminister mit dem Militärbefehlshaber und dem Ver-
waltungschef getan habe. Es hänge ja alles davon ab,
in welcher Form der neue Polizeichef seine Exekutiv-
rechte auszuüben beabsichtige bezw. der französischen
Exekutive freie Hand lasse. Dies sei weitgehend auch
eine Persönlichkeitsfrage. Der entscheidende Punkt sei
die politische Seite der Zusammenarbeit der beider-
seitigen Polizeien. Untragbar für ihn – weil für Regie-
rung und Volk – sei es, deutsche und französische
Polizeikräfte öffentlich gemeinsam für deutsche Auf-
gaben einzusetzen. Wegen der technischen Zusammenarbeit
habe er keinerlei Befürchtungen. Seine Verwaltung und



Feuillet 2

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Polizei im unbesetzten Gebiet stehe, sodass er selbst
bei Hunger- und Streikdemonstrationen ohne Tote und
Verletzte stets der Lage Herr geworden sei. Im besetzten
Gebiet, wo er erst spät habe anfangen können, würde dies?(-)
in einigen Monaten auch der Fall sein, was die bisheri-
gen Anfangserfolge eindeutig bewiesen.

Im übrigen erwarte er bei normaler Ernte, dass
der nächste Winter leichter werde als der vergangene,
dessen man trotz der von ihm scharf beanstandeten
Schwächen und Fehler im Ravitaillement Herr geworden
sei.

Er erwähnte noch, dass er dem Marschall eine
Zusammenarbeit mit Bridoux abgelehnt habe, da Armee
und Volk, wie er überall, auch in Nordafrika festgestellt
habe, einen „Sous-Brinon“ als Kriegsminister nicht
annehme.

Gleichlaufend mit der von seinem Ressort und den
Veränderungen beim Militärbefehlshaber ausgehenden
Problemstellung habe sich nun die von Abetz entrierte
Laval-Aktion entwickelt, auf die der Marschall und der
Admiral aus den eingangs erwähnten Gründen stark rea-
giert hätten. Alles hänge davon ab, was. Bringe er nichts, so
sei das Problem Laval wohl erledigt. Bringe er Erleich-
terungen, so müsse die Regierung ihn einbauen. Aussen-
politisch habe Laval stets richtig gesehen und er sei
immer mit ihm einig gegangen, bis auf den Sovjetpakt,
den Laval aber als politisches Spielmittel betrachtet
habe. So erstrebenswert daher seine Einbeziehung für
die Aussenpolitik sei, so unmöglich sei sein Ansatz in
der Innenpolitik, da er keinerlei Popularität habe.
Deshalb sei sein Eintritt als Aussenminister ohne seinen
innerpolitischen Anhang auf anderen Ministerposten

Feuillet 3

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sogar durchaus erwünscht, d.h., dass er einer von den
Vieren werde, die den Kern jeder Regierung bildeten:
Innenminister, Aussenminister, Verteidigungsminister,
Wirtschaftsminister.

Laval beabsichtige wohl als Ministerpräsident
ihm die Wirtschaft zu überlassen. Er könne jedoch
nicht innerhalb Jahresfrist ein drittes Ministerium
übernehmen und noch einmal von vorne anfangen.

Er sei kein Berufspolitiker, habe aber dafür
seine politische Grundlinie, von der er nicht abgehe
und die er dann lieber für eine kürzere oder längere
Periode ausserhalb der Regierung weiterführe, weil
er an sie glaube. Mit dieser Linie sei es ihn gelungen
auch die widerstrebensten Kräfte, sei es in den Nord-
departements oder in den anderen oder in Nordafrika,
sei es in Armee, Verwaltung oder Arbeitermassen und
Gewerkschaften durch rücksichtslos offene Ansprache
auf Kurs zu bringen.

Dieser Kurs sei und bleibe die europäische
Zusammenarbeit aus gegenseitiger Notwendigkeit. Für
eine deutsch-französische Einheit sei aber Voraus-
setzung die innere französische Einheit. Letzten Ende?(-s)
könnten willfährige Partner, die keine nationalen
Kräfte hinter sich haben, Deutschland ja auch gar
nichts nützen.

Privat und freundschaftlich gesagt: Wenn man die
Bilanz des letzten Jahres ziehe, so sei auf der
Aktivseite zu verbuchen, dass man in Verwaltung und
Versorgung die unmittelbaren Katastrophenfolgen der
militärischen Niederlage abgefangen habe und sich sch??(-on)
wieder auf gewisse staatliche Grundlagen stützen

Feuillet 4

                                                                                                                      49

könne. Auf der Passivseite aber stehe die verspielte
Chance einer echten deutsch-französischen Zusammen-
arbeit, die er vor einem Jahr bis dahin zum
Militärbündnis und der gemeinsamen Verteidigung
an der Atlantikküste und in Nordafrika für absolut
möglich gehalten habe.

Nach seiner Auffassung werde es trotz noch so
grosser Tiefenstösse nach Russland nicht möglich
sein, den Krieg in diesem Jahr zu beenden. Der Weg
zum Suez sei lang und die Bereinigung des gesamten
Mittelmeerraumes schwierig. Die Entwicklung würde
aber Deutschland und Frankreich zwangsläufig eines
Tages aufeinander anweisen. In diesem Sinne hoffe
er auf ein Wiedersehn auf der Linie, auf der man
mit dem Heere 1 Jahr lang zusammengearbeitet habe.
 »




TRADUCTION

« 
                                                                                              1. 4. 42
Personnel

Entretien particulier avec Pucheu le 1.4.42 dans la matinée

Pucheu a exposé sa conception et ses hypothèses en faveur d’un maintien en fonction au Maréchal , qui à cause de la rebuffade pour Riom, de la poursuite de la politique des otages et du transfert de l’exécutif est très ému et redoute une politiuqe « violente » du Reich.

Jusqu’ici il a eu peu de contact personnellement avec la SS, car celle-ci s’est limitée à ses tâches spécifiques, cependant qu’il ne sait pas dans quelle mesure elle coopère avec des groupes politiques comme Doriot et autres. Il va à présent clarifier la situation de façon tout à fait fondamentale et franche avec le nouveau chef de la SS et, si possible, aussi avec une personnalité du commandement général de la SS, comme il l’a fait lors de sa nomination comme ministre de l’Intérieur avec le Commandant militaire et le chef de l’Administration. Tout dépend bien sûr de la façon dont le nouveau chef de la Police a l’intention d’exercer ses pouvoirs exécutifs ou bien s’il laisse l’exécutif français agir librement. Ceci est largement une question de personnalité>. Le point décisif est l’aspect politique de la collaboration des deux polices. Ce serait intolérable pour lui – puisque pour le gouvernement et le peuple – de mettre les forces de police française et allemande ouvertement en commun pour les tâches allemandes. Il n’a aucunement de craintes en raison de la coopération technique. Son administration et

Feuillet 2

sa police siège en zone non occupée, de sorte qu’il a lui-même toujours maîtrisé les grèves et grèves de la faim sans morts ni blessés. En zone occupée où il a pu commencer (d’agir) seulement tard, cela serait aussi le cas dans quelques mois, ce que montrent clairement les premiers succès (obtenus) jusqu’ici.

De plus il s’attend à ce que, la récolte étant normale, que le prochain hiver sera moins dur que le précédent, que l’on a maîtrisé, malgré les faiblesses et erreurs du ravitaillement, par lui sévèrement critiquées.

Il a aussi évoqué le fait qu’il a refusé au Maréchal de coopérer avec Bridoux, car l’armée et le peuple, comme il l’a partout vérifié, y compris en Afrique du Nord, n’accepte pas un « Sous-Brinon comme ministre de la Guerre.

Parallèlement au règlement des problèmes liés à son domaine d’action et des changements chez le Commandant militaire, s’est maintenant développée l’action-Laval entreprise par Abetz, à laquelle le Maréchal et l’Amiral ont réagi avec force pour les raisons évoquées au début. Tout dépend de ce que Laval seitens
der Regierung einbringen könne
. S’il apporte des allégements, alors le gouvernement doit l’incorporer. En politique extérieure Laval a constamment vu juste et il (Pucheu) est toujours allé en accord avec lui (Laval), jusqu’au pacte germano-soviétique, que Laval cependant a considéré comme un Spielmittel politique. Donc aussi digne d’intérêt pour la politique extérieure que soit son inclusion, son arrivée dans la politique intérieure est impossible, car il n’a aucune popularité. C’est pourquoi est tout à fait souhaitée son entrée comme ministre des Affaires étrangères sans annexe de politique intérieure sur d’autres postes ministériels,

Feuillet 3

c’est-à-dire qu’il sera un des quatre qui forment le cœur de tout gouvernement : Intérieur, Affaires étrangères, Défense, Economie.

Laval envisage bien, en tant que Président du conseil, de lui laisser l’économie. Il ne peut cependant pas, sur une période d’un an, prendre en charge un troisième ministère et encore une fois repartir du départ.

Il n’est pas un politicien professionnel, mais en revanche a une ligne politique fondamentale, dont il ne démord pas et qu’il aimerait prolonger pendant une période plus ou moins longue hors du gouvernement, parce qu’il croit en elle. Grâce à cette ligne il est arrivé à mettre en marche les forces (widerstrebensten) les plus oppositionnelles par des déclarations publiques brutales, que ce soit dans les départements du Nord ou dans les autres  ou en Afrique du Nord, que ce soit dans l’armée, l’administration ou dans la masse des travailleurs et dans les syndicats.

Cette marche est et demeure la collaboration européenne à partir de la nécessité réciproque. Mais pour une unité franco-allemande l’unité intérieure de la France est un présupposé. En fin de compte, des partenaires complaisants, qui n’ont pas de forces nationales derrière eux,  ne pourraient certes être d’aucune utilité à l’Allemagne.

Dit en privé et de façon amicale : si on tire le bilan de l’année passée, il faut porter à l’actif que pour l’administration et le ravitaillement les immédiates conséquences désastreuses de l’effondrement militaire ont été surmontées et que l’on peut déjà de nouveau s’appuyer  sur certains fondements étatiques. Au passif cependant se trouve la chance perdue d’une authentique collaboration franco-allemande, que depuis un an il considère comme absolument possible jusqu’à l’alliance militaire et la défense en commun sur la côte atlantique et en Afrique du Nord.

Selon sa conception, il ne sera pas possible de terminer la guerre cette année, malgré les grands coups portés en profondeur contre la Russie. La route de Suez est longue et le nettoyage de l’ensemble de l’espace méditerranéen difficile. Le développement serait cependant que l’Allemagne et la France se donnent un jour par obligation, mutuellement des ordres. Dans ce sens, il espère un retour à la ligne selon laquelle on a collaboré durant un an avec l’Armée de Terre. »

Notes


































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